Plautdietsch-Doaginj 2010

Einladung/Info plus Programm (auf Deutsch): siehe PDF-Datei

Aum 25. Septamba 2010 (Sinowent) es en Detmold enne AHF-School (Aula), Georgstr. 24, dee alwde en ditjoasche Plautdietsch-Doaginj. Daut Teema es "Identitet en Integratioon vonne Plautdietsche". Von Klock 2 Nomeddach (14.00) bett oppenowent jefft daut Veadroag, Diskussioon, Musitj en soo's jeweenlich uck eenen Betja-Desch en eene Cafeteria. Aula Entressede, Plautdietsche en Nich-Plautdietsche, send von Hoate enjelodt!

Hia es daut Prograum:

14.00 - 15.00 Mettjlieda-Joaresvesaumlinj vom Vereen Plautdietsch-Freunde e.V., dee Ennlodinje mette DOPs habe dee Mettjlieda aul jetreaje.

Koffe-Paus / Betja-Desch

16.00 - 16.15 Offiziella Aunfang / Grusswed

16.15 - 17.00 Nelli Nachtigal: Identität der Plautdietschen in Russland und in Deutschland

17.00 - 17.45 Dr. Peter Rosenberg: "Die sprechen ja nicht mal richtig Deutsch!" Zur Integration der Russlanddeutschen in Deutschland

17.45 - 18.00 Diskussioon

Koffe-Paus / Owentkost / Betja-Desch

19.30 - 21.00 Konzert mett Andreas Dück en Frind: Oole en niee plautdietsche Leeda

* * *

Koste: 5 Euro (fe dem gaunzen Dach), Aunmalde nich needich. Fe noch 5 Euro jefft daut von klock 18.00 eenen grooten "Grillteller"!

Tapaletinsch, Oppe Forstei, …

Einladung zum 11. September 2010 in Everswinkel

Die russlanddeutschen Plattdeutsch-Sprecher und auch sonst alle Interessierten sind ganz herzlich eingeladen, zusammen mit Tatjana Klassner (Warendorf) einen plautdietschen Kultur-Nachmittag zu erleben! Bereits seit einigen Jahren findet im westfälischen Everswinkel (zwischen Warendorf und Münster) ein ganz besonderes Ereignis für Zuwanderer mit plattdeutscher Muttersprache statt. Gemeinsam mit der Gruppe "Gendach" wird auch dieses Jahr ein buntes Programm mit Liedern, Sketchen und anderen Show- und Mitmach-Einlagen geboten. Mit dabei ist der bekannte Kabarettist Peter Braun ("Daut woame Bad"). Das diesjährige Motto lautet "Tapaletinsch opp Plautdietsch", was im Verlaufe des Nachmittags wohl noch näher erklärt werden muss. Besonderes Highlight in diesem Jahr ist das plautdietsche Theater-Stück "Oppe Forstei" von Arnold Dyck. Nach der erfolgreichen Premiere im Rahmen der letzten Jahrestagung der Plautdietsch-Freunde in Detmold, wird Johann Penner diesen russlandmennonitischen Klassiker mit seinem talentierten Schauspieler-Team nun auch in Everswinkel (Festhalle, ab 14.00 Uhr) präsentieren. Nähere Informationen zu dieser außergewöhnlichen Veranstaltung sind bei Tatjana Klassner (Tel. 02581-634487) oder im Vereinsbüro der Plautdietsch-Freunde zu haben.

Weitere Termine für 2010

24. April 2010
Deutsch-russischer Liederabend
mit Ella Deppe und Manfred Schneider

9. Mai 2010 (NDR, 15:15 Uhr)
Kanada op Platt (in der Reihe "Die Welt op Platt")
(mit Yared Dibaba und Julia Westlake)

Frühling 2010
Wikipedia-Projekt "Mien Lexikon"

Ende August 2010
Studienreise Orenburg / Alt-Samara

25./26. September 2010 - Plautdietsch-Doaginj
11. Jahrestagung der Plautdietsch-Freunde in Detmold
(European Day of Languages 2010)

30. Oktober 2010
Plautdietscha Nomeddach en Kruft
mit Katharina Wedel (Bonn)

Wellkom 2010

Leewe Plautdietsch-Frind, uck in diesem Joa es wada vel loos manke Menniste! Wea sich fe dee plautdietsche Sproak entresset en fe dee Mensche, woone dise Sproak noch rede en uck noch lang rede welle, dee es hia bie ons em Plautdietsch-Vereen seea wellkom! Ditjoa well wie t.B. dit doone:

19./20. Feebua: Plautdietsch-Seminoa ("Methoden-Workshop") aune Uni Bielefeld
Moaz 2010: Mett Fraunz Thiesse no Paragwai
8. Mei 2010: Plattdeutschtreff mett Tatjana Klassner en Everswinkel ("Tapaletinsch op Plautdietsch")
Somma 2010: Studienreis Orenburch
Hoafst 2010: Plautdietsch-Doaginj

En wea jern Jeschichte schrift, dee sull onbedinjt twee Siede fe dem NDR-Wettbewerb "Vertell doch mal" sotschenjeje -- Einsendeschluss es Utgang Feebua! Bett nu habe dee Plautdietsche doa noch nich vel jewonne, oba...

10 Jahre Plautdietsch-Freunde

Hndritj Siemens: Waut doone?

Hndritj Siemens: Waut doone?

Am 21.11.09 fand in Detmold die inzwischen 10. Jahrestagung der Plautdietsch-Freunde statt. Wie gewöhnlich erwartete die Teilnehmer nach der Mitgliederversammlung ein abwechslungsreiches Programm: Vorträge, Musik, Literatur und diesmal auch wieder einmal ein Theaterstück: "Oppe Forstei" von Arnold Dyck wurde abends von Johann Penner und Freunden/Verwandten aufgeführt - in Deutschland zum ersten Mal! Die ca. 150 Zuschauer aus ganz Deutschland und aus dem Ausland waren begeistert! Passend zum zentralen Thema des Tages ("Friede und Wehrlosigkeit", siehe Programm) stehen im Mittelpunkt des Stückes Europas erste Zivildienstleistende: Russlandmennoniten, die während des Forstei-Dienstes vor ca. 100 Jahren in der heutigen Ukraine nicht gerade zimperlich miteinander umgehen, u.a. auch aus sprachlichen Gründen. Wie sehr oder wie wenig friedlich oder wehrlos die Russlandmennoniten nun eigentlich waren, sind oder sein sollten - darum ging es auch in den Vorträgen von Wolfgang Krauß (DMFK) und Viktor Rempel (BTG). Der international bekannte Schriftsteller Rudy Wiebe, der nach einer Podiumsdiskussion mit den Referenten aus seinem neu übersetzten Roman "Friede wird viele zerstören" las, war nicht nur der wohl am weitesten angereiste Tagungsgast, sonder auch der prominenteste: In Kanada gehört Wiebe gleich mit einigen seiner Romane zum Pflichtprogramm in den Schulen und Universitäten.

Der Plautdietsch-Verein ist jetzt 10 Jahre alt und entwickelt sich weiter: Auf die Initiative des wiedergewählten Vereinsvorsitzenden Heinrich Siemens, gemeinsam mit Maria Lippert von der Universität Bielefeld (SiN-Projekt) und Peter Wiens, dem Gründer des Vereins, haben die Plautdietsch-Freunde im Anschluss an die Tagung etwas längst Fälliges auf den Weg gebracht. Sie gründeten ein lockeres Netzwerk von Aktiven aus Theorie und Praxis als Basis für die Entstehung eines Instituts für Plautdietsch, das sich auf wissenschaftlicher Ebene interdisziplinär und international mit linguistischen und anderen Themenbereichen rund um Plautdietsch beschäftigen soll. Bei diesem ersten Treffen waren ältere und jüngere Wissenschaftler dabei, sowohl plautdietsche als auch nicht-plautdietsche wie beispielsweise Dr. Göz Kaufmann von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, sowohl Sprachwissenschaftler als auch Vertreter anderer Disziplinen wie z. B. die Ethnologin Nelly Nachtigal oder die aus den Niederlanden angereiste Anthropologin Arlette Kouwenhoven. Auch Dr. Jan Wirrer, emeritierter Niederdeutsch-Professor der Uni Bielefeld, bot seine Unterstützung an und unterstrich die Notwendigkeit einer systematischen Datenarchivierung und auch die Anbindung an bereits bestehende Institutionen. In diesem Zusammenhang wird wohl auch das im Vorfeld unterbreitete Kooperationsangebot von Christopher Cox, Universität von Alberta, in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Ein erster Workshop, wahrscheinlich schon in einigen Monaten, soll die ausgesprochenen Ideen und Vorschläge in konkretere Bahnen lenken.

Auch in Zukunft werden die Plautdietsch-Freunde, so Heinrich Siemens gestern zum Programmpunkt "Rückblick/Ausblick", mit den jährlichen Tagungen und Studienreisen fortsetzen und die FRIND-Zeitschrift mit mindstens einer Ausgabe pro Jahr herausgeben. Die aktuelle Nummer 22 ist denn auch in gewohnter Qualität und pünktlich zur Tagung erschienen. Die Plautdietsch-Studienreise im Sommer 2010 wird in die Orenburger Region führen.

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