Fresch jewehlt: Bundesrot fe Nadadietsch

ins-presse, 14. Juli 2006

Politische Vertretung der Plattdeutschen neu besetzt

Am 12. Juli hat sich in Bremen der Bundesrat für Niederdeutsch
neu konstituiert. Zur Eröffnung der zweiten Amtsperiode waren
Delegierte aus sieben norddeutschen Bundesländern ins Institut für
niederdeutsche Sprache gekommen. Als neue Mitglieder des 14-
köpfigen Gremiums konnten Norbert Bosse (Mecklenburg-
Vorpommern), Hartmut Cyriacks (Hamburg), Norbert Radzanowski
(Schleswig-Holstein) und Heinrich Siefer (Niedersachsen) begrüßt
werden.

Zu seinem Sprecher wählte der Bundesrat Dr. Reinhard Goltz
(Bremen), Stellvertreterin ist Cornelia Nath (Aurich). Als weitere
Abgeordete des Beratenden Ausschusses �Niederdeutsch� beim
Bundesministerium des Innern wurden Uwe Hansen (Hamburg)
und Dr. Saskia Luther (Sachsen-Anhalt) bestimmt.
Der Bundesrat für Niederdeutsch vertritt die Interessen der
Plattsprecher auf der politischen Bühne. �Deutschland hat sich mit
Unterzeichnung der europäischen Sprachen-Charta zur
plattdeutschen Kultur bekannt. Wenn die öffentlichen Kassen leer
sind, darf das nicht zur Folge haben, dass der Staat seinen
Verpflichtungen nicht mehr nachkommt�, betont Marianne Ehlers
aus Schleswig-Holstein. Sein Hauptaugenmerk wird der Bundesrat
auch in Zukunft auf die Bildung legen. �Wir leben in einer Zeit, in der
sich der Staat immer mehr aus der direkten Verantwortung für
Schulen und Hochschulen zurückzieht�, führt Ehlers weiter aus. �Wir
müssen sehr darauf achten, dass die Regionalsprache nicht wieder
aus dem Bildungskanon herausgedrängt wird.�

Der Bundesrat bestätigte auf seiner Sitzung auch den Gaststatus,
den er den Sprechern des Plautdietschen einräumt. Dabei handelt
es sich um eine Gruppe von rund 200.000 Aussiedlern aus der
ehemaligen Sowjetunion, die heute noch ein Platt sprechen, das
ursprünglich an der Weichselmündung zu Hause war.

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Weitere Informationen gibt der Bundesrat für Niederdeutsch, Dr.
Reinhard Goltz, Schnoor 41-43, 28195 Bremen, Tel. 0421 / 324535.
Abbildungsunterschrift: Der neu aufgestellte Bundesrat für
Niederdeutsch

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INSTITUT FÜR
NIEDERDEUTSCHE
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Dee europeische Sproake-Charta blifft nich ohne Folje. Dee Bundeslenda em Node von Dietschlaunt habe onnjefea 8 Millioone Mensche, woone dee nadadietsche Sproak (Plattdeutsch) rede. See motte waut doone fe eare Sproake. Ver veea Joa habe sich tom eschten Mol Delegede ut seven Bundeslenda jetroffe en toop den Bundesrat für Niederdeutsch aunjefonge. Nu em Juli 2006 word wada fresch jewehlt. Dee Plautdietsche en Dietschlaunt send uck wada doabie. Dee Bundesrot fe Nadadietsch „vertritt die Interessen der Plattsprecher auf der politischen Bühne“, steht en eene Presseinfo vom Institut für niederdeutsche Sprache en Bremen…

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