… und die Gewinnerin ist Elina Penner

Sie hat den Arnold-Dyck-Preis gewonnen: Elinna Penner. Foto: Kai Senf

Premiere: Plautdeutsch-Freunde vergeben Arnold-Dyck-Preis
Elina Penner, Bloggerin aus Minden, ist die Gewinnerin

Der Verein Plattdeutsch-Freunde e.V. vergibt im Dezember 2020 zum ersten Mal den Arnold-Dyck-Preis. Bei einem Internetvoting mit fünf KandidatInnen erhielt Elina Penner aus der Nähe von Minden die meisten Stimmen. Die Ostwestfalin mit russlanddeutschem Hintergrund ist Bloggerin, Netzwerkerin und Autorin, demnächst soll ihr Erstlingsroman „Nachtbeeren“ erscheinen. Gewonnen hat Penner eine Buchveröffentlichung beim Tweeback-Verlag. Die Preisträgerin will ein Kinderbuch schreiben, das selbstverständlich in Plautdietsch erscheinen soll.

Plautdietsche around the World

Plautdietsch ist die Sprache der russlanddeutschen Mennoniten, die schwerpunktmäßig in Deutschland (rund um Bielefeld und Detmold) sowie in Süd- und Nordamerika als Alltagssprache verbreitet ist. Der weltweiten Pflege und Förderung dieser Sprache widmet sich der Verein der Plautdeutsch-Freunde mit Sitz in Detmold. Auch der Preis, nach einem Vorschlag von Vereinsgründer Peter Wiens ins Leben gerufen, will Plautdietschsprechende motivieren, sich in ihrer Muttersprache auszudrücken.

Lebenswerk-Preis für Reuben Epp

Der Pionier der Plautdietsch-Literatur Arnold Dyck (1889-1970) ist vor genau 50 Jahren gestorben. Ein guter Grund für die Stiftung eines Preises für kulturelles Engagement (Literatur, Musik, Bildende Kunst, Fotografie etc.) in seinem Namen. Zumal auch mit Reuben Epp (1920-2009) eine andere literarische Größe in diesem Jahr „nullt“: Der Kanadier wurde vor 100 Jahren geboren und gewinnt post mortem den Arnold-Dyck-Preis für sein Lebenswerk.
Die Preisvergabe soll Tradition werden: „Die besondere Auszeichnung für Menschen, die sich für Plautdietsche einsetzen, soll weiterleben. Deshalb wird der Verein Plautdietsch-Freunde zusammen mit dem Tweeback-Verlag ab sofort in jedem Jahr einen Arnold-Dyck-Preis ausloben“ betont Dr. Heinrich Siemens, Vereinsvorsitzender und Verlagsleiter in Personalunion. Mitmachen dürfen alle Interessierten, die aus einer Short-List aus fünf KünstlerInnen wählen können.
Die Preisvergabe soll jeweils im Rahmen eines Festes gefeiert werden. In diesem Jahr fiel die Feier wegen der Corona-Pandemie aus.

Nach vielen Jahren Stadt genießt Elinna Penner wieder das Landleben. Hier mit den Hühnern ihrer Oma. Das Foto wurde auch für das Titelfoto der neuen Plautdietsch FRIND ausgewählt.

Hintergrund-Informationen

Short-List (ausgewählt von einer Jury)
Andreas Dück: Plautdietsch-Sänger und Bandleader.
Marcela Enns: aus Chihuaha, Mexiko, bloggt für ein Millionenpublikum über die Bräuche der Mennoniten.
Elina Penner: Bloggerin, Netzwerkerin, Autorin aus Ostwestfalin.
Katharina Peters: schreibt Gedichte und Kurzgeschichten, mal auf Russisch, mal auf Plautdietsch..
Lore Reimer schreibt Gedichte und Kurzgeschichten auf Plautdietsch.

Longlist
Außer den fünf KünstlerInnen standen noch zehn weitere auf der langen Liste:
Elisabeth Epp (Literatuar, Deutschland)
Heischratje & Willa Honnich (Musik, Kanada)
Paulhans Klassen (Literatur, Paraguay)
Tatjana Klassner (Literatur, Deutschland)
Beate Penner (Literatur, Paraguay)
Katharina Peters (Literatur, Deutschland)
Heinrich Rahn (Literatur, Deutschland)
Gerhard Ratzlaff (Literatur, Paraguay)
Viktor Sawatzki (Radio SW, Deutschland)
Tina Wedel (Musik, Deutschand)
Elisabeth Zacharias (Literatur, Deutschland).

Dee Jury
Anne Wiens-Janzen: Büro Plautdietsch-Freunde,
Peter Wiens: Gründer der Plautdietsch-Freunde und Preis-Initiator,
Heinrich Siemens: Vorsitzender der Plautdietsch-Freunde und Tweeback-Verlag-Inhaber.
Horst Martens: Chefredakteur der Plautdietsch FRIND
Agnes Gossen: russlanddeutsche Autorin, Mitglied im Deutschen Schriftsteller Verband.

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