Dee eschte Wiehnacht oppe Aunsiedlung

Een Foto von Aunsiedlungstiet em Chaco. Uck hia sitt dau seeha noh Reajen. ©Martens Derksen Archiv.

Neuland, Chaco Paraguay 1947

Aule Hew em Darp were jehoatjt en jefeacht. Em eenen oda aundren Backowe lach noch Gloot, dee latzte Plautztjes worde jebackt. Dee Lofft we dretjend schwool en heet.

Daut we noch nich gaunz Owend, auls dee Ellere met eahre Tjinja aul aun onsem Hoff vebiejinje. See wulla aula noh Medd-Darp. Doa, opp eenem Hoff, stund dee eschte tjliene Schien, en doa drunja sull dee Wiehnachtsfiea senne.

Dee Junges haude eenen Wiehnachtsboom – eenen willen Plumeboom – utem Bosch jeholt. Dee word met aulahaund Tjedtjes ut buntem Papiea utjestraumt, heajestalt vonne Darps-Tjinja. Een poa Bentje stunde aul doa, Steehla en Teebretjtjes brochte dee Darpsbewohna selfst met. Dee Fira fung aun. Daut worde Leeda en Jedichte veajedrocht, en dee Tjinja were jenauso jletjlich en strohlend auls aundaschwoa. Moa dee Erwossne tjitjte emma wada noh Node, dort trock eene dunkle Woltjewaunt emma hecha en hecha, en daut Rummle wietauf sed ons, doa tjemmt een Onwadda.

Dee Tjinja sunge „Stelle Nacht“. Daut we uck soo stell en heet. Opp eemol pust een Wind, dee Ellere rannde no veahre, holde eahre Tjinja, en jiedra schesd, so schwind auls hee kunn, noh sienem Dack, siene Kot oda sienem Hus too. Dee Wiehnachtsboom we omjefolle. Den Schmuck feajd dee Wind ewa den Hoff. Tjeena tjemmad sich doarom.

Dee Wind we tom Storm aunjewosse. Wie were kratjt tus, doa proßeld dee Reajen loos. Schwind stej iwe dee Lada noppa oppem Behn. Hia haud wie Breda ewa dee Baultjes jelajcht, daut we onse Schlopstow en dee eensja windsechra Krupunja.

Daut we een schlemma Storm. Dee Wind haud mehrere Beschel Schelp, dee aune Lautte vom Dackstohl aunjetjlebbat were, utem Dack rutjerete. Mutta roopt mie too: „Hool dee aundre Beschel aum Loch faust, doamet daut Dack nich wieda aufdatjt!“ Soo stund etj en hilt daut Schelp ut Vetwiewlung faust. Dee Reajen streemd mie ewa daut Jesecht, en daut ded nich lang en etj we gaunz naut. Endlich leete Jewitta en Storm noh, en wie bemejde ons, daut Loch auftodichte. Auls etj mie biem Schaufe omdreihd, stund Mutta hinja mie, hilt mie dee Litorn verret Jesecht en fung aun, von Hoate to lache. Etj mott eah woll ziemlich veblefft aunjetjitjt hawe. „Oh“, sed se, „du mottst die mol em Spejel seene. Gaunz naut en von jelem Leehm ewagote best du.“ Eenen Spejel haud wie nich, aulso musst etj mie em Wota spejle.

Szene ute Aunsiedlungstiet. ©Martens Derksen Archiv.

Aum Wiehnachtsmorje word von tiedich aun aulaweajen jeschauft. Mehrere Datja haude Lajcha jetjreaje en musst jefletjt woare. Ons Schornsteen we omjetjeppt, en wie musste mehrere Schichte Leehmtejel toomiere, doamet wie weens koake kunne. Oba Punkt neajen we dee gaunze Darpsjemeenschaft jeschlote to Aundacht jekome. Dee Wiehnachtsboom word wada oppjerecht. Vom Schmuck we nich vel ewajeblewe, oba ondoont. Aule Plaunte und Plauntjes, dee aum Dach verhea waltj doajestunde haude, were nu fresch en jreen. Daut we een herrlicha Morje. Aule stemmde enn daut veajeschloagne Leed enn: „O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit!“

Agnes Martens / Aus: 25 jahre kolonie neuland.

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