Rieskascha mit Kompott

Escht dee Himmel, dan dee Hal

“Rieskascha mit Kompott” von Edith Jürgens besteiht ut twee jeajensautzliche Deele: Aum Aunfang beschrifft dee Autorin dee seeha harmoonische, meist idyllische mennonitische Tjintheit von Elisabeth Sommerfeld enne Molotschna. Lota dan folje dee schratjliche Schilderunge von Unjadretjinj en Vefoljinj, dee tweejoahsche schlemme Utwaundrinj en toom Schluss dee schwoare Aunsiedlatiet enn Dietschlaunt. Escht dee Himmel, dan dee Hal.

Met Edith Jürgens leh wie eene Autorin tjane, dee selfst nich utem mennischen Omfelt tjemmt. Met ewagrootem Respatjt behaundelt see dee ons so bekaunde Gloowensjemeenschauft. Jürgens wohnt enn Suderode em Harz en haft dietsche Betja, oba uck aul mol een Bok opp Nadadietsch jeschrewe. Ewa eah niestes Woatj sajcht see: “Dee Biografie lach bie mie ewa 20 Joah enne Schuflod.“ See haft noch vel recherchieat, om meeha ewa dee Menniste to weete. Nomes en Stede worde je-endat.

Bok last sich leicht

Dee Enderung von Nomes ess irritierent, wan aunstaut Klassen, Martens, Neufeld oda Wiebe Familienomes soo aus Sommerfeld, Cramer oda Bruks oppducke. Dee Schriewwies ess flissich. Edith Jürgens haft eene bildliche Sproak en schmitjt eahre Hauptweda met stoatje Ejenschauftsweda ut. Aus dee Bandit Nestor Machno den Hoff ewafoll, heet daut: “Wie blutgierige Wölfe ihre Beute umkreiste uns die Horde mit gierigem Blick.”

Vele Details

Elisabeth Luise Sommerfeld woat am 18. Moaz 1909 jebore. Bie dee Aunkonft enn Dietschlaunt ess see 13 Joah oolt. Dee Ellre en Tjinja wohne met Ooma en Oopa en met Tjnacht en Deenstmeatje unja eenem Dack. Jürgens charakterisieat dee Husbewohna, ertjleat waut see antratje, beschrifft daut Hus, dee “groote Stuuw” en dee “kleene Stuuw”, den gaunzen Hoff, daut Buaschlewe. Aules iedel Sonneschien, dee Erwossne sent seeha fromm, dee Tjinja vesetje auf en too, dee strenje Reajle to breatje, sent aum Enj oba jehorsaum.

Schratjliche Tiede

En dan breatje dee Revolutioonstiede met aule extreme Grausaumtjeite aun. Nestor Machno ess dee jewesseloosa Merda, dee Menniste sent Opfa en motte vel erdulde. Tjeen Wot doarewa, daut dee Menniste sich uck too Weah sate, met dem Selbstschutz soogoa eahre Weahloosichtjeit oppgauwe.

Aune 1922 beschlitt dee Famielje Sommerfeld, dee Sowjetunioon to velote. Enn eene tweejoahsche, oppriewende Odyssee kome see endlich enn Dietschlaunt aun en finje enn Wetzlar enn eene “Behelfssiedlung” eene Heimat.

Fe mie ess daut eene niee Ertjantnis: Etj docht, aum Aunfang vonne 20ja Joahre were dee Menniste moa noh Kanada utjewaundat. Eene Nohfroag biem US-Historika Ben Goossen gauf Opptjlearinj: Fe dee meschte we Dietschlaunt moa een “Durchgangslager”, om noh Kanada uttowaundre. Dee Grupp, om dee daut hiea jeiht, “bestund woahrschienlich ut onsjefeah 60 Flichtlinje, dee aune 1922 ewa Polen noh Dietschlaunt kaume”. En hiea bleewe.

Spott vonne Dietsche

Oba dee niee Heimat em “Staumlaunt” ess escht mol nich daut, waut maun docht. Dee Sommerfelds musste tjeenen Hunga liede, dee Mutta koakt wada “Rieskascha met Kompott” (Ries-Jrett), Elisabeth eah Lieblingsete, en haude een Dack ewrem Kopp. Oba dee Oppnohm we nich frindlich: “So gut wie jeden Tag umkreisten uns die neugierigen einheimischen Kinder auf dem Schulhof und verspotteten uns. Wie bunte Farbkleckse tanzten sie im Kreis um uns ärmlich wirkende Mädchen herum und sangen ‘Russki, Neger, Russki, Neger!’“ Om moa een Biespell to nane.

Oba aum Enj woat doch noch aules goot.

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